Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka über Freiheit, Recht und Kampf, Teil I /z.K. Annika Joeres, Rechtsanwältin Heidrun Jakobs, LKA-Experte Thomas Minzenbach, Journalist Roland Regolien, Rechtsanwalt Claus Plantiko, Richter a.D. Frank Fahsel, Gustl Mollath, Süddeutsche Zeitung

Artikel geschrieben von: Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka

Über Freiheit, Recht und Kampf

Angeblich wollen alle Freiheit, angeblich wollen alle dem Recht zur Geltung verhelfen. Unter diesen Fahnen segelten selbst Pol Pot, Adolf Hitler und Josef Stalin, mit anderen Worten: Solche Etiketten haben absolut nichts zu sagen, zu keiner Zeit und nirgendwo.

Ebenso gilt, dass man über die wahren Zustände überall dort, wo es irgendwie ungerecht zugeht, niemals die volle Wahrheit erfährt – was auch immer Menschen im Unrecht treiben, sie versuchen, es nach Außen zu verdecken oder zumindest zu verbrämen.

Dabei gelten zwei ganz einfache Formeln:

1. Je größer das Unrecht, desto größer der Profit, den einige daraus ziehen, und desto größer das Leid, das anderen durch das Unrecht zugefügt wird.

2. Je größer Profit und Leid aufgrund des Unrechts, desto größer die innerliche Systeminstabilität, desto größer müssen daher die Anstrengungen sein, das Unrecht zu bewahren, weil es sonst abgeschafft wird.

Politische Morde, die abschreckenden Foltermorde an Systemgegnern schon in frühesten Zeiten – sie waren nicht nur das Werk passionierter Sadisten, sondern tatsächlich notwendige Instrumente zur Wahrung von Unrechtsherrschaft.

Wer sich diese Dinge vor Augen hält, der mag in Anbetracht der Dimensionen der Armuts-Reichtumsschere in Deutschland einmal selbst darüber nachdenken, welchen Aufwand die Profiteure zu betreiben bereit sind, um das Unrecht aufrecht zu erhalten, und ob es wirklich nur das Werk schizoider Wahngestalten sei, in diesem Zusammenhang von einer groß angelegten, subtil gestrickten Verschwörung auszugehen.

Soviel zunächst für diejenigen, die bisher noch im Traumland leben.

Nun die Tatsachen: Es gibt die groß angelegte Verschwörung, sie kontrolliert sehr weitgehend den Staatsapparat, die Wirtschaft, die Medien, praktisch alle organisierten Institutionen von Parteien über Sozialverbände und Kirchen bis hin zu Organisationen wie „Der Weiße Ring“, „Stiftung Weiße Rose“ usw. usf.

Wer nicht mitspielt, sitzt sehr schnell auf dem Trockenen oder wird durch „Maulwürfe“ von innen umgedreht.

Ernst zu nehmende Kritik wird von all diesen Organisationen unterdrückt, ernst zu nehmende Kritiker werden boykottiert und oder bekämpft, und zwar bis hin zu vorgespiegelt rechtsstaatlicher Freiheitsberaubung und bis hin zu verdecktem Mord.

Das System hat allerdings einen gewaltigen Schwachpunkt: Es setzt sich beliebig über Tatsachen hinweg, sofern Tatsachen ihm auf dem Wege seiner Machtsicherung und -erweiterung im Wege stehen. Damit ist es im Kern suizidal konzipiert, wird also so oder so irgendwann an irgendeiner Grenze zerschellen. Das kann der ultimative  Öko-Gau sein, der dann alle höheren Arten hinwegrafft, das kann eine militärische Großkatastrophe sein, ein Bürgerkrieg niemals gekannten Ausmaßes oder was auch immer – aber irgendetwas wird es sein.

Vor diesem Hintergrund gibt es eine theoretische Chance der Reformierung – denn je näher das System einer der Grenzen kommt, desto mehr dämmert es auch in den Köpfen einiger seiner Profiteure, dass es auch für sie in der einen oder anderen Weise gefährlich zu werden droht.

Andererseits verfügt das System über ausgeklügelte Mittel der Desozialisierung der Gesellschaft, der  Zerschlagung sozialer Strukturen, die es verhindert, dass es ohne Weiteres zu konzertiertem Vorgehen größerer Kräfte gegen das System kommen könnte.

Daraus resultiert eine Problematik, die nicht zu unterschätzen ist: Gerade diejenigen, die aus Sicht des Systems besonders gefährlich für seinen Bestand sind, werden am vehementesten bekämpft und in vielen Fällen ausgeschaltet, stehen aber letztlich allein da.

Als das der Journalistin Annika Joeres klar geworden war, die früher sehr mutige und das System sehr deutlich entlarvende Artikel schrieb, siehe:

http://die-volkszeitung.de/personen/j/annika-joeres/00-overview.html

wechselte sie ihren Hauptwohnsitz nach Südfrankreich und verzichtete fortan darauf, noch über deutsche Themen zu schreiben.

Was mich angeht, so habe ich sehr umfassend die Erfahrung gemacht, dass man zwar viele Daumendrücker, aber keine Unterstützer hinter sich bringen kann, wenn man gegen das System vorprescht.

Während ich Systemopfer vor einiger Zeit noch zum Kampf aufrief, sehe ich mich dazu heute nicht mehr in der Lage. Es kommt gelegentlich vor, dass ich von einem Systemopfer angerufen werde, aufgrund vor längerer Zeit von mir im Internet veröffentlichter Artikel, das etwas tun will.

Seit etwa einem Jahr rede ich diesen Leuten in den mit Abstand meisten Fällen aus, zu kämpfen, empfehle ihnen, ins Ausland zu gehen, wenn sie die Möglichkeit haben. Alles andere wäre in den mit Abstand meisten Fällen verantwortungslos: Ich sehe selbst, womit man es in solchen Fällen zu tun hat, und Menschen, deren Fähigkeiten und Kräfte an meine nicht annähernd heran reichen, würde ich ins sichere Unglück schicken, wenn ich sie zum Kampf ermutigte. Das will ich nicht verantworten.

Ich kann das nicht sagen, ohne die Gesellschaft anzuklagen: Eine Gesellschaft, die solche Blumen wie Annika Joeres oder Rechtsanwältin Heidrun Jakobs verdorren lässt, anstatt sie vor jeder Unbill zu schützen und zur besten Entfaltung kommen zu lassen, hat definitiv nichts anderes verdient, als in Ketten zu liegen und geschlagen zu werden. Ich sage es einmal salopp: Die deutschen Männer haben keine Eier im Sack und keinen wahren Stolz, platzen aber meist vor profilneurotischer Überheblichkeit.

Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka

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